Das Thema Roaming begleitet Reisende seit vielen Jahren, lange Zeit warteten viele Urlauber nach der Rückkehr in die Heimat mit Sorgenfalten auf die nächste Abrechnung ihrer Provider. Was zunächst nur Handy- und Smartphone-Nutzer betraf, wurde durch die Erfolgsgeschichte der Tablet PCs zunehmend auch im Zusammenhang mit dem mobilen Internet und somit über die SMS- und Gesprächskosten hinaus zu einem Problem. Zumindest innerhalb der europäischen Union hat die EU schrittweise für eine bessere Position der Kunden gesorgt, indem klare Vorgaben zu maximalen Kosten geschaffen wurden. Dennoch ist gerade das Thema DSL im Ausland für User ein Problem, dem man sich besser frühzeitig kümmern sollte, um das spätere böse Erwachen zu verhindern.

Zwei Optionen für DSL im Ausland

  1. einen guten deutschen Tarif, der auch im Ausland günstig fürs Surfen genutzt werden kann
  2. einen zusätzlichen Vertrag für den Auslandsaufenthalt, der vorübergehend verwendet wird

Kunden können die laufenden Kosten durch Vergleiche eingrenzen

Schon an dieser Stelle zeigt sich, weshalb es sich lohnt, genau zu vergleichen und nach guten Alternativen zu suchen, wenn der eigentliche Tarif eben nicht den preiswerten Internetzugang außerhalb Deutschlands garantiert. Der naheliegende, aber oft einfach nicht praktikable Weg: Nutzer verzichten im Ausland „einfach“ auf den Zugriff aufs Internet. Doch sowohl für private als auch für gewerbliche Internetnutzer ist dies keine Option. So sind viele Verbraucher und Unternehmer auch und gerade im Ausland auf das Internet angewiesen. Entweder um Mails zu checken, interessante Destinationen vor Ort in Erfahrung zu bringen oder aus anderen Gründen. Deshalb soll es nun um die sich bietenden Optionen im Urlaub gehen, um die Ausgaben möglichst gering zu halten.

Schon ein erster Blick auf den Umfang des schier endlos weiten Tarifdschungels stellt erfreulicherweise klar, dass niemand auf DSL im Ausland verzichte muss. Denn es gibt eine ganze Reihe guter Angebote, die bei der Kostenbegrenzung behilflich sein können.

Welche Länder sind Teil des Leistungskatalogs für mobiles Internet im Ausland?

Auffallen wird Verbrauchern auf der Suche nach einem fairen Tarifmodell für DSL im Ausland, dass sie sich mitunter durchaus auf den eigenen Vertrag verlassen können. So gibt es etliche große Provider wie Vodafone, O2 oder die Telekom (zudem aber auch viele kleinere DSL-Anbieter) gibt, bei denen Sie ohne Weiteres für kleines Geld Flatrates buchen können. Beim reinen Telefon-Ansatz sollten Interessenten genau hinsehen, in welche und aus welchen Ländern Telefonate kostenlos über die Flatrate abgedeckt sind. In aller Regel sind 20 und mehr Staaten Europas inklusive, jedoch gibt es je nach Anbieter Abweichungen. Und diese sollten Kunden in spe kennen, um nicht versehentlich ein falsches Tarifangebot zu beantragen. Besonders wichtig ist diese Analyse selbstverständlich, wenn Sie vielleicht eine Rundreise durch verschiedene Länder planen. Möglicherweise sind nicht alle Staaten Teil der Flatrate-Modelle.

Schlimmstenfalls zeigt sich die Fehlentscheidung nämlich erst nach dem Urlaub, wenn plötzlich doch unerwartet hohe Kosten in Rechnung gestellt werden. Gerade Vieltelefonierer sollten sich mit den Details befassen, um aus der Masse der regionalen und überregionalen Formate die bestmögliche Lösung für DSL im Ausland ausfindig zu machen.

Mobiles WWW ist oft der größte Kostenfaktor

Weiterhin hören die Offerten der großen und kleinen Dienstleister diesbezüglich keineswegs beim kostenlosen Telefonieren auf. Auch die „Standleitung“ ins mobile Internet kann über eine Flatrate gesichert sein, wenngleich die Tarife hier meist teurer als beim reinen Angebot für die Telefonie-Flatrate sind. Die Tatsache, dass die Grundgebühren, Minutenpreise, Datenvolumen-Kosten und SMS-Gebühren in den letzten Jahren Dank des zunehmenden Wettbewerbs deutlich gesunken sind, erweist sich als eindeutiger Vorteil für alle Konsumenten, die auf DSL im Ausland auf keinen Fall verzichten möchten. Nicht nur berufliche User sind auf den Anschluss angewiesen. Auch Privatnutzer können sich nun einmal mittlerweile kaum noch vorstellen, nicht mal eben zwischendurch ein paar Dinge online in Erfahrung zu bringen.

DSL im Ausland: Welche Ansprüche habe ich an den Urlaubstarif?

Eine zentrale Frage rund um die Überlegung, ob DSL im Ausland günstig genutzt werden kann, ist die nach dem eigentlichen Nutzungsverhalten. Die inzwischen fast flächendeckende Öffnung der Grenzen Europas hat in jedem Fall für eine bessere Situation der Provider-Kunden gesorgt. Generell eignet sich der DSL-Anschluss natürlich nicht nur fürs Surfen. Mobile Kommunikation per Skype andere (Video-) Telefonie-Dienste hat bei vielen User längst das normale Telefonieren abgelöst. Wie gewohnt möchten Nutzer auch weiterhin Zugriff auf Whatsapp und ähnliche Dienste haben, um beispielsweise zwischendurch bei Daheimgebliebenen durch den Versand von Fotos und Videos für neidische Blicke zu sorgen. Ständig überlegen zu müssen, welche Gebühren nun für welchen Service fällig werden? Moderne Kunden möchten sich mit diesem Gedanken nicht befassen müssen.

Internetanbieter in Deutschland, Europa und Länder außerhalb gibt es mehr als genug. Zum Problemfall kann dabei mittlerweile am ehesten die garantierte DSL Geschwindigkeit werden. Diese wird im Ausland oft nicht den Wünschen gerecht, die User auf Grund ihrer heimischen Erfahrungen gesammelt haben. Sichert der Provider identische Leistungen wie in der Heimat ohne Aufpreis zu, spricht nichts dagegen, den aktuellen DSL-Tarif auch auf Reisen zu nutzen. In EU-Staaten gibt es ansonsten viele Möglichkeiten, um im Zielland kurzfristig einen Tarif eines fremden Betreibers zu buchen.

Wichtig → DSL Tarif sollte wirklich nur für die Dauer des Urlaubs gebucht werden können!

In skandinavischen Ländern und den meisten anderen EU-Mitgliedsstaaten fallen die Leistungen, die AGB und der Datenschutz inzwischen ähnlich verbraucherfreundlich wie in Deutschland aus. Am genauen Lesen der Bedingungen führt dennoch kein Weg vorbei, auch wenn technisch alles stimmig erscheinen mag. Faktisch gibt es etliche andere Länder, in denen der Breitband-Ausbau sogar deutlich schneller vonstatten geht, als es deutsche Kunden von zuhause kennen. Allgemein gilt, dass Flatrate-Angebote vielfach preiswerter als Tarife mit exakter Abrechnung auf Basis des tatsächlichen Verbrauchs sind! In vielen anderen Ländern aber sind die Zugangsgeschwindigkeiten noch nicht mit dem vergleichbar, was deutsche Kunden gewöhnt sind. Dies kann durchaus zu lästigen Momenten führen, wenn zwischendurch größere Datenmengen versendet oder abgerufen werden sollen. Fürs normale Surfen auf Webseiten aber reicht es meist so oder so.

Verzicht auf Internet im Ausland für viele User keine Option

Wer in ein Nicht-EU-Land sollte hingegen besonders viel Zeit für die Lektüre aller vertraglichen Details aufwenden. Dort können teilweise andere Konditionen gelten, die zu höheren Kosten führen. Wer für alle Eventualitäten vorsorgen möchte, verzichtet auf DSL im Ausland und vertraut zeitweise auf den Besuch in Internet-Cafes oder einen Prepaid-Vertrag. So erhalten Kunden in jedem Fall die optimale Kostenkontrolle, auch wenn die anfallenden Entgelte vielleicht über denen eines normalen Anschlusses im DSL-Netz liegen können. Böse Überraschungen bei Sichtung der kommenden Rechnung jedenfalls können durch Prepaid-Angebote vollends ausgeschlossen werden. Ansonsten sind Flatrates für das Telefonieren und Surfen als Ergänzung zum aktuellen Tarif vor allem dann sinnvoll, wenn Reisende nicht nur ein paar Tage außerhalb Deutschland verbringen. Da viele Provider heute Tarife mit monatlicher Kündigungsfrist bereitstellen, kann sich die Hinzubuchung beim längeren Urlaub grundsätzlich bezahlt machen.

Kündigungsfristen müssen immer bekannt sein

Durch die kurze Mindest-Vertragsbindung gehen Verbraucher keine größeren Risiken mehr ein, wenn man einmal an die Laufzeiten von DSL-Verträgen von früher denkt, bei denen Anbieter nicht selten generell 24 Monate Laufzeit als Standard setzen. Heute kann ich durch die bewusste Auswahl für DSL im Ausland dafür sorgen, dass man lediglich einen Monat an den Provider gebunden ist. Natürlich sind Fristen für die Kündigung auch in diesem Fall zu beachten und in die Planungen des Auslandsaufenthalts mit einzubeziehen. Denn bleibt die fristgerechte Kündigung aus, verlängert sich die Laufzeit des Anschlusses in aller Regel mindestens um die bisherige Laufzeit – in diesem besagten Falle also erneut um einen Monat. Bei längeren Vertragsbindungen sollten Verbraucher die Verträge genau studieren.

Diese Informationen sind für den DSL Vergleich relevant

In einem Nicht-EU-Land können deutlich andere rechtliche Rahmenbedingungen als innerhalb von Ländern der Europäischen Union gelten, weshalb ein Fehler in der Planung zu unangenehmen Mehrkosten führen kann. Wird ein Prepaid-Tarif gebucht, können sich Verbraucher Probleme dieser Art bei Urlauben oder berufsbedingten Reisen ins Ausland von Anfang an ersparen. Die inzwischen nicht mehr dramatisch höheren Kosten für SMS, Anrufe und mobiles Internet über DSL im Ausland nimmt mancher Kunde gerne in Kauf, wenn durch den speziellen Tarif eines Anbieters am Reiseziel keine bürokratischen Schwierigkeiten auftreten, wie es zum Beispiel durch die Laufzeiten und Fristen rund um die Kündigung vorkommen kann.

Für die Tarifsuche benötigen Sie im Grunde nur einige wenige Details. Diese aber sollten Sie möglichst genau kennen und zur Grundlage nach dem idealen Angebot für DSL im Ausland machen. Auf die Liste der Vergleichskriterien gehören diese Informationen:

  1. die Dauer des Aufenthalts im Ausland
  2. die Auslandsentgelte beim bisherigen DSL-Vertrag/Provider
  3. der wahrscheinliche Datenverbrauch pro Monat
  4. das erforderliche Minutenkontingent
  5. das zu erwartende SMS- und Surf-Verhalten während des Auslandsaufenthalts

Natürlich wird kaum jemand punktgenau wissen, wie viele SMS auf Reisen gesendet und viele Minuten lang telefoniert werden wird. Auch lässt sich normalerweise nicht exakt vorhersagen, welches Datenvolumen fürs mobile Internet nun genau verbraucht wird. Videos und ähnliche Datenformate lassen den Verbrauch recht deutlich ansteigen. So kann es sich vielfach eher anbieten, eine höhere Grundgebühr hinzunehmen, wenn dafür geringere Kosten durch den Versand und Empfand von Daten per Mail oder Kurznachrichten sowie Telefonate entstehen. Hier lohnt es sich, die Gegenprobe anzustellen, um Für und Wider aller möglichen Varianten zu erfahren. Wer nur erreichbar sein muss und wirklich nicht selbst zuhause anrufen oder den daheim gebliebenen Lieben schreiben möchte, kann mit einem Basistarif ohne Extras und mit geringen Gebühren Vorlieb nehmen. Unser Tipp: Kalkulieren Sie lieber etwas großzügiger!

Laufzeiten, Kündigungsfristen und Zeiträume für den Widerruf

Alles in allem wird beim wichtigen Thema DSL im Ausland offensichtlich, dass die wesentlichen Basisdaten dieselben wie bei der Suche nach dem individuell besten Provider-Angebot gelten. Indes sollte die Laufzeit- und Kündigungsthematik noch genauer hinterfragt werden als beim heimischen Anschluss. Zumal: Auch über die gesetzlich vorgeschriebene Widerrufsfrist (in Deutschland 14 Tage nach Vertragsabschluss!) sollten Sie sich ausführlich informieren. Andernfalls nehmen Sie in Kauf, sich länger als nötig an einem Auslandstarif zu bin und vor allem schlimmstenfalls viel zu viel für einen nur zeitweise benötigten Vertrag zu zahlen. In jedem Fall wirkt es sich positiv aus, wenn sich Suchende ausreichend Zeit nehmen.

DSL-Suche fürs Ausland nicht zu kurzfristig in Angriff nehmen

Nicht vergessen: Der Faktor Zeit macht sich ebenfalls bei der Suche bemerkbar. Gemeint ist zu guter Letzt, dass Kunden bei zu geringem zeitlichen Vorlauf im Ernstfall wichtige Merkmale beim DSL im Ausland übersehen. Der Ärger ist entsprechend groß, wenn die nicht beachteten Aspekte zu erheblichen Kostenanstiegen führen. Lieber schaut man also zweimal hin und nutzt einen objektiven Tarifrechner. Ständige Aktualisierungen und die Aufnahme neuer Tarifangebote sorgen dafür, dass jeder Kunde für Reisen ins Ausland den Anbieter und Tarif findet, der zum Bedarf passt. Und das, ohne zur gravierenden Belastungen der Spesenabrechnung oder Urlaubskasse zu werden. Selbst wenn der Arbeitgeber für alle Kosten aufkommt, sollten diese natürlich nicht ausufern.