Nach 13 Jahren im deutschen Telekommunikationsgeschäft hat Arcor - der zweit größte DSL Anbieter Deutschlands – am 31.07.09 um Mitternacht seinen Shop für immer geschlossen. Damit ist die Übernahme durch Vodafone abgeschlossen und die Marke Arcor nun endgültig vom Markt verschwunden.
Arcor ist aus einem Gemeinschaftsunternehmen von Mannesmann und der Deutschen Bank hervorgegangen. Zunächst Communications Network International (CNI) genannt, wurde das Unternehmen nach einigen Übernahmen im Jahr 1997 in Arcor AG & Co. KG umbenannt. Einziger Aktionär ist jetzt die Vodafone Group Public Limitied Company (Plc.).
Arcor verfügte über
ein eigenes Festnetz bis hin auf die Ebene der Teilnehmervermittlungsstellen.
Ab dort wurden die Anschlussleitungen der Deutschen Telekom genutzt.
Arcor hatte zuletzt ca. 3.600 Mitarbeiter, einen Umsatz von 2,3 Milliarden
Euro (im Jahr 2007/2008) erzielt und war bundesweit auf sieben Regionalniederlassungen
verteilt. Das Unternehmen war nach der Deutschen Telekom der zweitgrößte
Festnetzbetreiber in Deutschland. Gegen Ende des Jahres 2006 hatten
1,9 Millionen Kunden einen ISDN-Telefonanschluss bei Arcor, ca. 97%
der Kunden nutzten ihn in Verbindung mit einem DSL-Anschluss. Ab dem
Jahr 2007 wurden die Anschlüsse zunehmend auch auf Großhandelsbasis
vermarktet, zunächst über den Hauptanteilseigner Vodafone,
dann ab 2008 auch über andere Firmen wie United Internet.
Die Produktpalette von Arcor und Vodafone überdeckten sich größtenteils
und daher gab es zunehmend Gerüchte, dass Vodafone die namentliche
Unterscheidung beibehalte, um Arcor jederzeit verkaufen zu können.